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Geld regiert die Welt – Politik oder Wirtschaft: Wer hat eigentlich die Macht?

18.10.2016

Noch geht es uns allgemein recht gut in Deutschland, sagt Marcel Fratzscher, doch wenn wir den Anschluss im Freihandel verpassten, siehe die umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und CETA, schlössen die USA solche Abkommen mit China oder Südamerika und die Deutschen würden wirtschaftlich das Nachsehen haben. Fratzscher empfiehlt außerdem große Milliardeninvestitionen in Verkehr und Bildung, damit der Standort Deutschland attraktiv bleibt, und warnt zugleich vor zunehmender sozialer Ungerechtigkeit.

Wie gut oder wie schädlich bilaterale Absprachen zwischen USA und Europa für die Dritte-Welt oder Schwellenländer sind, diese Frage stellt sich weder ein deutscher Unternehmer, noch einer um Konjunktur und Entwicklung ringender Politiker. Hauptsache, unserer westlichen Welt geht es weiter gut. Und auch wir Arbeitnehmer und Konsumenten wollen doch nicht wirklich auf wirtschaftlichen Aufschwung verzichten, so Precht, um die Dritte Welt voranzubringen.

Regiert tatsächlich das Geld die Welt? Beherrschen uns die Computer und Technokraten? Wo ist sie, eine Ökonomie, die sich politisch versteht. Die auf den Interessenskonflikt zwischen Politik, Moral und Ökonomie schaut? Homo oeconomicus und homo sociologicus – noch nie erschien es notwendiger, beides zu sein, und noch nie schien beides weniger vereinbar zu sein als heute.

Das Gespräch zwischen Richard David Precht und Marcel Fratzscher sehen Sie hier in der ZDF-Mediathek.